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Umweltregistrierung und -zertifizierung

Eine grüne Zukunft schaffen wir nur gemeinsam

Die Zahl der Gärtner mit Umweltzertifikat wird immer größer – machen Sie auch mit?

Erwerben Sie Ihr Umweltzertifikat in drei übersichtlichen Schritten:
AUSWÄHLEN, REGISTRIEREN UND ZERTIFIZIEREN

Welche Vorteile bringt die Umweltregistrierung und -zertifizierung?

Mit der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zunächst einmal zeigen Sie Ihren Käufern, dass Ihre Produkte nachhaltig erzeugt wurden, womit Sie außerdem zum positiven Image unserer Branche beitragen. In immer mehr Ländern sind wir gesetzlich zum Führen von Nachweisen verpflichtet, welche Pflanzenschutz- und Düngemittel eingesetzt werden; mit der digitalen Umweltregistrierung erfüllen Sie diese Pflicht.

Mit der Umweltregistrierung und -zertifizierung erhalten Sie Zugang zu dem wachsenden Teil des Handels, der nur zertifizierte Produkte einkaufen möchte; dies können die Händler anhand Ihres Zertifikats gezielt und effizient tun. In immer mehr Ländern muss der Handel nach den gesetzlichen Vorgaben nachverfolgbar einkaufen. In den Niederlanden steht eine solche Gesetzgebung ebenfalls bevor. Die Notwendigkeit einer Zertifizierung wird daher aus Sicht des Handels immer stärker.

Wenn Sie Ihren Verbrauch an Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Wasser und Energie digital registrieren, schaffen Sie ein besseres Bewusstsein darüber und können besser herausfinden, welche Möglichkeiten es gibt, die Umweltbelastungen Ihres Betriebs weiter zu reduzieren.

Sehen Sie sich die Videos zum Thema Umweltregistrierung an und lassen Sie sich durch die Erfahrungen anderer Gärtner, eines Käufers und eines Floristikbetriebs inspirieren.

Wie funktioniert das?

Sie erwerben Ihr Umweltzertifikat in drei übersichtlichen Schritten: auswählen, registrieren und zertifizieren. Zuerst wählen Sie einen Anbieter für eine Umweltzertifizierung und für ein digitales Registrierungstool aus, danach registrieren Sie Ihren Verbrauch an Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Wasser und Energie, und nach einigen Monaten können Sie dann Ihre Zertifizierung beantragen. Dabei können Sie sich von Anfang an auf die Unterstützung von Royal FloraHolland verlassen, ebenso auf die der Registrierungstools und der Zertifizierungsstellen.

Schritt 1: Einen Anbieter auswählen

Entscheiden Sie sich für einen der beiden Anbieter MPS und GLOBALG.A.P (oder in Kenia KFC und in Kolumbien Florverde).

Royal Flora Holland MRC Stappen Selecteer

Schritt 2: Registrieren

Sie Ihre Daten Starten Sie nach Annahme des Angebots mit der digitalen Umweltregistrierung, also der Eingabe Ihrer Daten über den Verbrauch von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Wasser und Energie in das Registrierungstool.

Royal Flora Holland MRC Stappen Registreer

Schritt 3: Zertifizierung

Wenn der vorgeschriebene Mindestzeitraum für die Umweltregistrierung vorbei ist und Sie ein Audit erfolgreich absolviert haben, erhalten Sie das Umweltzertifikat.

Royal Flora Holland MRC Stappen Certificeer

GLOBALG.A.P.

GLOBALG.A.P. arbeitet mit diversen Registrierungstools und Zertifizierungsstellen zusammen. Das Umweltzertifikat trägt den Namen GLOBALG.A.P. Impact Driven Approach (IDA-Modul). In den Niederlanden können Sie zwischen folgenden Anbietern wählen (zu anderen Ländern vgl. nachfolgende Tabelle):


Fordern Sie dann ein Angebot bei einer oder mehreren Zertifizierungsstellen an:

Nach Annahme des Angebots meldet die von Ihnen ausgewählte Zertifizierungsstelle Sie bei GLOBALG.A.P. für das IDA-Modul an.

MPS

MPS bietet ein Registrierungstool, eine Zertifizierungsstelle und ein Umweltzertifikat aus einer Hand an. Sie geben Ihre Daten in das MPS-ABC-Registrierungsportal ein. Auf der Grundlage dieser Daten wird nach einiger Zeit überprüft, ob Ihr Betrieb die Anforderungen für eine Zertifizierung erfüllt. Die erreichte Gesamtpunktzahl ergibt für Ihren Betrieb schließlich die MPS-Qualifizierung A+, A, B oder C und das dazugehörige Zertifikat. Bei MPS können Sie Ihren Verbrauch mit dem von Gärtnerbetrieben mit einem ähnlichen Produkt vergleichen, das unter denselben Umständen angebaut wird.

  • Ein Angebot können Sie über www.my-mps.com/mps-abc anfordern.
  • MPS nimmt dann Kontakt zu Ihnen auf, um einen Termin zu vereinbaren, bei dem Ihnen das System erläutert wird und Sie Starthilfe erhalten.
  • Starten Sie nach Annahme des Angebots mit der digitalen Umweltregistrierung.
  • Nach 13 aufeinander folgenden Registrierungszeiträumen von je 28 Tagen und nach erfolgreichem Abschluss des ersten Audits durch MPS-ECAS erhalten Sie das MPS-ABC-Umweltzertifikat.

Übersicht Anbieter pro Land

Broschüre

Die Broschüre zum Thema Umweltregistrierung ist in folgenden Sprachen und Versionen verfügbar:

Niederländisch - Niederländisch für Belgie
Englisch - Englisch für Kenya
Deutsch
Hebräisch
Spanisch

Italienisch

Floriculture Sustainability Initiative

Royal FloraHolland ist ebenso wie viele unserer (Handels-)Partner Mitglied von FSI, der Floriculture Sustainability Initiative. Die FSI-Mitglieder wollen die Zierpflanzenbranche gemeinsam nachhaltiger machen. Bis 2025 sollen neunzig Prozent der Blumen und Pflanzen nach den FSI-Anforderungen produziert und gehandelt werden. Wenn Sie als Gärtner die FSI-Anforderungen erfüllen wollen, ist die Umweltzertifizierung der erste Schritt. Sowohl bei MPS als auch bei GLOBALG.A.P. können Sie ergänzende Zertifikate erwerben, mit denen Sie die FSI-Anforderungen letztlich vollständig erfüllen. Ihre Zertifizierungsstelle kann Ihnen dabei helfen.

Weitere Informationen finden Sie im FSI-Flyer (englisch) oder auf www.fsi2025.com.

Wir haben in den letzten Jahren gute Schritte im Bereich der Nachhaltigkeit in der Zierpflanzenbranche unternommen. 2021 erfüllten 23 % der Anlieferer die FSI-2025-Anforderungen und vertreten damit 64 % des Umsatzes. Machen Sie mit!

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Unterstützung?

Sehen Sie sich die Liste der häufig gestellten Fragen auf den Service- und Kontaktseiten an:

Umweltregistrierung und -zertifizierung allgemein
Neue Vorgehensweise bei Umweltregistrierung und -zertifizierung
Anbieter für Tools zur Umweltregistrierung und -zertifizierung
Sonstige Fragen

Ist Ihre Frage nicht dabei? Dann wenden Sie sich bitte an unser Kontaktcenter.
  • E-Mail: contactcenter@royalfloraholland.com
  • Telefon oder Whatsapp: +31 88 789 89 89
  • Montag bis Donnerstag: 5.30 bis 17.00 Uhr
  • Freitag: 5.30 bis 16.00 Uhr

Melden Sie sich jetzt für einen persönlichen Besuch an!

Danielle van Heijningen hat sich auf Nachhaltigkeit spezialisiert und kommt auf Wunsch in Ihrem Betrieb vorbei. Sie beantwortet Ihre Fragen, gibt praktische Tipps und hilft Ihnen bei den ersten Schritten der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung. Danielle kommt aus der Region Westland und wurde zwischen den Zierpflanzengärtnereien groß. Sie verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung als Spezialist für Umweltzertifizierung und als Pflanzenschutzmittelberater.

Mit diesem Formular können Sie sich anmelden. Danach rufen wir so schnell wie möglich bei Ihnen an, um einen Termin zu vereinbaren.

Brauchen Sie Hilfe bei Ihrer Anmeldung oder haben Sie Fragen? Senden Sie eine E-Mail an: sustainability@royalfloraholland.com.

Erfahrungen und Tipps

Karolien Tesselaar-van Tilburg leitet die Gärtnerei Tesselaar Alstroemeria und ist Mitglied im Mitgliederrat von Royal FloraHolland: „Mit einem nachhaltigen Betrieb halten Sie die Zukunft in den eigenen Händen. Die Rohstoffe werden knapper und wir müssen uns den Problemen im Energie- und Wasserbereich stellen. Ich sehe, dass wir als Gärtner vieles richtig machen, aber wir tragen es nicht genug nach außen. So entsteht ein schiefes Bild von uns, und das darf nicht passieren.”

Gärtner Henk Kwakernaak: „Wir haben damit angefangen, als ein Kunde aus England eine Zertifizierung verlangte. Inzwischen gibt es immer mehr Kunden, bei denen ich nur mit Zertifizierung anliefern darf. Mir persönlich bringt das eigentlich nichts, aber in Richtung des Handels wird deutlich gemacht, dass mein Betrieb ordentlich arbeitet.”
Gärtner Jan Nederpel: „Die Umweltregistrierung macht einem den Verbrauch bewusst und sorgt für Erkenntnisse. Es geht nicht nur um die eigene Verantwortung, sondern auch um das eigene Gesicht gegenüber der Gesellschaft und den Abnehmern. Man muss einfach offen und ehrlich sein. Es gibt bald keinen Händler mehr, der keine zertifizierten Produkte einkaufen möchte, denn auch ein Händler muss eine konsistente Dokumentation haben.”
Händler Bab Star: „Wenn es um Umwelt geht, haben wir Ihnen etwas Neues zu berichten. Im Markt gibt es sehr wohl die Nachfrage nach der Zertifizierung, man achte nur auf die wachsende Beteiligung der Fleurop-Mitglieder am Barometer für nachhaltige Floristik (Barometer Duurzame Bloemist). Das geht schnell. Weltweit nimmt die Forderung nach einem Umweltzertifikat wirklich zu; ohne das darf man nicht liefern. Der Regulierungsdruck für Unternehmen wird immer stärker, aber wir kommen da nicht mehr raus.”
Floristik-Meisterbetrieb Coen und Eline van Buren: „Geschäftskunden fragen immer öfter danach. Wenn man bei Ausschreibungen mitmachen will, ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Punkt, weshalb es wichtig ist, dass man an dieser Entwicklung teilnimmt. Unser Einkäufer achtet sehr darauf, bei welchen Gärtnern er kauft. Wir wollen unser Geschäft auch an die nächste Generation weitergeben, und dafür ist es wichtig, dass die gesamte Erzeuger- und Handelskette nachhaltiger wird. Wir möchten, dass unsere Tochter das Geschäft auch mit 60 Jahren noch betreiben kann, aber auf verantwortliche Weise.”

Was wir bereits erreicht haben

Ende 2021 war der Sachstand wie folgt:

  • 56 % der Anlieferer führen eine digitale Umweltregistrierung, was 87 % des Umsatzes ausmacht, und 41 % der Anlieferer haben ein Umweltzertifikat (sie stehen für 78 % des Umsatzes).
  • 23 % der Anlieferer erfüllen die FSI-2025-Anforderungen, was 64 % des Umsatzes entspricht.

Unser Ausgangspunkt lautet, dass jeder mitmachen kann. Unser Vorgehen zielt darauf ab, die betreffenden Gärtner zu stimulieren, indem wir sie gut begleiten und ihnen die Teilnahme erleichtern. Das tun wir in enger Kooperation mit unseren FloraHolland-Produktkommissionen (FPCs). Wir verlangen weiter von allen Anlieferern, eine digitale Umweltregistrierung zu führen und ein Umweltzertifikat zu haben bzw. anzustreben. Das steht auch in den Nachhaltigkeitsvorgaben, die zur Versteigerungsordnung gehören. Derzeit beobachten wir den Fortgang genau. Ende 2022 entscheiden wir, ob eine Nachsteuerung notwendig ist.

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