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Der Blumen- und Pflanzensektor setzt sich seit langem für Transparenz und Sicherheit auf der Grundlage von Nachhaltigkeit in der Lieferkette ein

22. Januar 2026

Macrofoto bloemen 21

Gestern hat der niederländische Blumenzuchtsektor den vom NVWA veröffentlichten Bericht des Büros für Risikobewertung und Forschung (BuRO) über „Pflanzenschutzmittel auf potenziell importierten Rosen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU)” zur Kenntnis genommen. Der Sektor misst dem Schutz und der Gesundheit von Mitarbeitern und Verbrauchern große Bedeutung bei, nimmt die Empfehlungen ernst und ist daher sehr daran interessiert, dies mit der NVWA zu besprechen. Seit einiger Zeit setzt sich der Sektor für Transparenz, Messbarkeit und Sicherheit auf der Grundlage von Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette ein. Im Hinblick auf die Zertifizierung gibt es einen internationalen Branchenstandard für Transparenz, den „Basket of Standards“ der Floriculture Sustainability Initiative (FSI), der Umweltstandards und klare Sicherheitsmaßnahmen für alle Mitarbeiter in der Lieferkette umfasst. Das Grundprinzip ist überall auf der Welt dasselbe: Der Anbau von Blumen und Pflanzen muss für Menschen, Tiere und die Umwelt effektiv sein.    

Gesundheit hat immer Vorrang  

 Seit langem gibt es in der Branche sowohl im Inland als auch im Ausland Vorschriften, die das Tragen von Schutzkleidung für Mitarbeiter vorschreiben, die intensiv mit Blumen arbeiten. Schutzhandschuhe sind nur bei täglichem und sehr langem Kontakt (Umgang mit Blumen für etwa 8 Stunden pro Tag). Jeder kann sich darauf verlassen, einen Blumenstrauß mit nach Hause zu nehmen. Frühere Studien und dieser Bericht zeigen, dass bei normaler Verwendung kein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Verbraucher besteht.   

Pflanzenschutzmittel international  

Die Zulassungssysteme für Pflanzenschutzmittel in Europa, Afrika und Südamerika, den Ländern, in denen Blumen und Pflanzen produziert werden, unterscheiden sich aufgrund der lokalen Gesetzgebung. Das Grundprinzip ist überall auf der Welt dasselbe: Ein Produkt muss wirksam und sicher für Menschen, Tiere und die Umwelt sein. Die für eine bestimmte Kultur erforderlichen Wirkstoffe hängen von mehreren Faktoren ab, wie z. B. dem Klima, den Anbausystemen und dem Krankheits- und Schädlingsbefall. In Afrika, Südamerika und Südeuropa gibt es beispielsweise andere Krankheiten und Schädlinge als in den Niederlanden.   

Integrierter Pflanzenschutz (IPM) ist ein obligatorischer Bestandteil der Zertifizierung. IPM besteht aus vier Schritten: Prävention, Überwachung, Bekämpfung und Bewertung. Die Bekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln erfolgt erst im dritten Schritt, wobei die Reihenfolge zuerst biologisch, dann mechanisch (z. B. mit Fallen) und erst zuletzt chemisch ist. Infolge dieses Ansatzes ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Blumenzuchtsektor in den letzten Jahren international deutlich zurückgegangen.  

Pflanzenschutzmittel bleiben wichtig für den Schutz der Pflanzen vor Krankheiten oder Schädlingen. Der Blumenzuchtsektor unternimmt große Schritte in Richtung einer umweltfreundlicheren Anbauweise.  

Dies geht aus den folgenden Ergebnissen (Quelle: MPS, Florverde und RFH) von zertifizierten Erzeugern hervor:  

  • Seit 2015 ist weltweit ein Rückgang von nicht weniger als 78 % beim Einsatz der umweltschädlichsten (chemischen) Pflanzenschutzmittel zu verzeichnen.   
  • Seit 2015 ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln pro Hektar im Zierpflanzensektor weltweit um 35 % zurückgegangen.   
  • Seit 2015 ist der Einsatz der umweltschädlichsten Produkte durch niederländische Topfpflanzenerzeuger um 96 % zurückgegangen. Bei Schnittblumen beträgt der Rückgang 88 %.   
  • In Ecuador ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln seit 2016 um 64 % zurückgegangen.
  • In Kenia wurde seit 2019 eine bemerkenswerte Reduzierung des Einsatzes der umweltschädlichsten Produkte um 58 % erzielt.
  • In Äthiopien ist der Einsatz der umweltschädlichsten Produkte durch Landwirte seit 2019 um 56 % zurückgegangen.
  • Zertifizierung gemäß den FSI-Anforderungen (Standards für Umwelt, GAP (Good Agriculture Practice) und Sozialzertifikate): 77 % in der EU, 83 % in Kenia und 89 % in Äthiopien. 

 

Es wird zunehmend in geschlossenen Ketten gearbeitet, wobei Produkte auf Wunsch der Abnehmer geprüft werden, bevor sie den Verbrauchern im Laden angeboten werden. 

Gemeinsam arbeiten wir an einem nachhaltigen, transparenten und innovativen Blumenzuchtsektor, in dem die Niederlande sowohl beim Anbau als auch beim Handel weiterhin eine weltweit führende Rolle spielen. Ein Sektor, in dem viele Menschen sicher und gerne arbeiten und die Verbraucher weiterhin unbesorgt Blumen genießen können.