Corines Blumenliebe: „Wir geben unsere Liebe zu Lisianthus an unsere Jungs weiter“
1. Mai 2026
Corine van den Berg gründete vor 35 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Frank van Holst die Gärtnerei Montana in Poeldijk. Ihre Liebe zur Lisianthus geben sie an ihre Kinder weiter, von denen mittlerweile zwei im Betrieb arbeiten. „Für mich als Mutter ist es fantastisch, mit meinen beiden Söhnen zusammenzuarbeiten.“
„Sich auf den ersten Blick verlieben – manche Menschen erleben das nie. Ich durfte es sogar zweimal erleben! Zuerst in meinen Mann Frank, mit dem ich 1991 die Gärtnerei gegründet habe. Und gemeinsam haben wir uns in die Lisianthus verliebt. In die Blume als Ganzes, aber auch in die Knospen, die sich wie schön geformte Sahnetupfen aufblähen. Und die sich dann elegant und anmutig in der Vase entfalten. Das ist und bleibt eine wunderschöne visuelle Blütenexplosion. Eine Blume, in die man sich auf den ersten Blick verlieben kann!“
Kinder
„Eine eigene Gärtnerei zu führen ist sehr intensiv. Man ist 24 Stunden am Tag damit beschäftigt. Es ist keine Arbeit, sondern eine Art Lebensstil. Ich liebe es. Die Blumen haben sich von Anfang an wie unsere Kinder angefühlt. Sie brauchen viel Pflege. Frank konzentrierte sich vor allem auf den Anbau selbst. Ich habe mich immer viel mit Vertrieb und Produktentwicklung beschäftigt. Messen und Blumenveranstaltungen lassen mein Herz wirklich höher schlagen. Auch das Marketing übernehme ich. Dadurch war ich immer das Gesicht von Montana. Unbewusst haben wir die Liebe zum Lisianthus an unsere Kinder weitergegeben.“
„Später kamen echte Kinder dazu, insgesamt vier, plus ein Pflegesohn. Sie wuchsen im und um das Gewächshaus herum auf. Sie mussten nie in eine Kindertagesstätte, denn Frank, ich und mein Schwiegervater – der oft beim Binden von Blumensträußen half – waren fast immer da. Das war schön für die Kinder, die ihren Opa gut kennenlernten. Und es war toll für Frank und mich; wir sahen unsere Kinder viel öfter als Eltern, die in einem Büro arbeiten. Als sie in der Grundschule waren, kamen sie mittags immer zum Mittagessen nach Hause.“
Deine Söhne als Kollegen
„Mittlerweile arbeiten zwei unserer Kinder im Unternehmen: Jerom und Frank junior. Unser jüngster Sohn Bonno hilft auch regelmäßig mit. Als Mutter finde ich das natürlich fantastisch. Manchmal ist es sehr lustig. Zum Beispiel, wenn ich meinen Sohn am Telefon sagen höre: ‚Das werde ich kurz mit meinem Kollegen besprechen‘, während er dann mich – seine Mutter – meint. Aber vor allem wissen wir, worauf wir uns bei einander verlassen können. Die Werte, die wir ihnen in unserer Erziehung vermittelt haben, spiegeln sich auch im Unternehmen wider. Sorge dafür, dass die Menschen dir vertrauen können, sei ehrlich. Versuche, das Richtige zu tun und für deine Kunden immer einen Schritt weiter zu gehen. Ich sehe, dass die Jungs das tun. Das tut mir gut.“
„Wir haben den Jungs die Freiheit gegeben, herauszufinden, was ihr ‚Ding‘ ist. Jerom ist technisch begabt und hat verschiedene Dinge ausprobiert; er war am Pflanzroboter beteiligt und hat mir im Büro beim Vertrieb geholfen. Letztendlich hat er das gemacht, was sein Vater macht: anbauen, sich mit den Pflanzen beschäftigen. Frank junior ist ein echter Vertriebsmensch. Er ruft Leute an und fühlt sich in dieser Rolle wie ein Fisch im Wasser. Nach und nach ersetzt er mich als Gesicht von Montana. Diese Freiheit gebe ich ihm.“
Geteilte Leidenschaft
„Die Blumenliebe liegt wirklich in der Familie. Aber es geht noch weiter. Auch bei den Blumendesignern und den japanischen Züchtern, mit denen wir zusammenarbeiten, spüre ich eine enorme Leidenschaft für Blumen.
Denn Blumen sind so viel mehr, als man auf den ersten Blick denken würde. Es ist wirklich eine Sprache. Man kann tiefe Gefühle vermitteln, allein durch das Verschenken von Blumen. Und erleben, dass sie Herzen auf eine ganz besondere Weise öffnen.“
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