Fleurs Blumenliebe: „Im Vorfeld des Muttertags packen wir als Familie gemeinsam an“
22. April 2026
„Zu Hause arbeiten – ja, eigentlich wollte ich das schon immer. Ich habe zunächst anderthalb Jahre bei der Blumenauktion in Ede gearbeitet. Obwohl ich dort viel gelernt habe, war mir danach klar: Ich möchte zu Hause arbeiten. Seit ich denken kann, haben meine Eltern die Gärtnerei. Als kleines Mädchen war ich immer in der Scheune oder im Gewächshaus. Oder ich ging mit aufs Feld. Später habe ich kleine Aufgaben übernommen. Schon früh habe ich gesehen, wie viel Zeit und Energie meine Eltern in den Betrieb gesteckt haben. Ich habe auch ihre Leidenschaft gesehen, die sie unbewusst auf mich übertragen haben.“
„Mein kleiner Bruder arbeitet mittlerweile auch in unserem Betrieb. Er ist sehr geschickt und erledigt vor allem technische Arbeiten, unter anderem rund um unsere automatisierten Prozesse. Meine Oma steht in dem kleinen Laden, den wir für Privatpersonen haben. Meine kleine Schwester, die noch zur Schule geht, hilft ihr manchmal und findet es auch schön, im Gewächshaus mitzuhelfen. Mein Opa macht alles Mögliche, genau dort, wo wir ihn brauchen. Zu Hause dreht sich daher oft alles um den Betrieb. Das Mittagessen mit meinem Vater, meiner Mutter und meinem kleinen Bruder ist heutzutage gleich eine Art Arbeitsbesprechung. Aber niemand findet das schlimm, es ist sogar praktisch. Und obwohl die Arbeit vieles bestimmt, hat keiner von uns das Gefühl, dass uns in unserer Kindheit etwas gefehlt hat.“
Hochsaison am Muttertag
„Was die Hortensie so schön macht? Vor allem die großen Blüten. Man hat wirklich etwas in den Händen, wenn man eine Zimmerhortensie geschenkt bekommt. Ich persönlich finde die blauen am schönsten, aber in den Wochen vor dem Muttertag verkaufen wir vor allem viele rosa und rote Hortensien. Ich hoffe, dass die Menschen, die unsere Hortensien bekommen, sie als ein Stück Fröhlichkeit im Haus empfinden. Das Schöne daran ist, dass man Hortensien später auch im Garten pflanzen kann; das macht sie zu einem nachhaltigen Geschenk, an dem man noch lange Freude haben kann.“
„Der Muttertag ist für uns die Spitzenzeit. Wir wissen schon im Voraus, dass es zu dieser Jahreszeit geschäftiger zugeht, also stellen wir uns darauf ein. In stressigen Zeiten legen wir uns aber gemeinsam noch etwas mehr ins Zeug. Die ganze Familie legt dann einen Gang zu, und wir sorgen dafür, dass andere Mitarbeiter morgens direkt loslegen können.“
„Meine eigene Mutter bekommt von mir keine Hortensien zum Muttertag – das wäre doch nur eine Sache aus einem Karton, haha. Ich schenke ihr andere Blumen. Was ich an meiner Mutter bewundere, ist, dass sie immer Vollgas gibt. Sie hat eine enorme Ausdauer. Dadurch wissen wir, dass man hart arbeiten muss, wenn man etwas erreichen will. Das ist eine wertvolle Lektion fürs Leben.“
Arbeitsintensiver Anbau
„Das Schöne an diesem Beruf finde ich, dass aus dem kleinen Steckling, den man kauft, eine vollwertige Pflanze heranwächst. Und dass man selbst Einfluss darauf nehmen kann. Ich experimentiere auch gerne. Wenn wir dies tun, wie wächst sie dann? Und wenn wir es so machen, welche Auswirkungen hat das? Was nur wenige Menschen wissen, ist, dass es sich um einen sehr arbeitsintensiven Anbau handelt. Es dauert gut drei Jahre, bis eine Hortensie zum Verbraucher gelangt. Da steckt also viel Zeit, Liebe und Energie drin, vor allem, weil wir alles selbst machen. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt.
Wir verwenden so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich. Und was wir verwenden, ist so weit wie möglich biologisch. Außerdem wollen wir in unserem Gewächshaus so nachhaltig und energieeffizient wie möglich anbauen; darauf achten wir besonders.“
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