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Albert Kiep: 'Die Genossenschaft ist das Rückgrat unserer Branche'

3. April 2024

Albertkiep
Letzten Sommer flog Albert Kiep mit seinen vier Kindern und seiner Frau, die aus diesem Land stammt, nach Australien. Ein logistischer Kraftakt. Zum Glück ist die Planung für den Mitinhaber der Chrysanthemengärtnerei Kiepflower kein Problem. Schon gar nicht, wenn er sich neben seinem Betrieb als Mitglied des Mitgliederrats engagiert.

"Von unserem Betrieb aus nehmen wir die Dienste von Royal FloraHolland gar nicht so sehr in Anspruch", sagt er. Eine interessante Ansage, um diese Kolumne zu beginnen, nicht wahr? Wir beliefern vor allem den Großhandel und regeln daher vieles direkt mit dem Kunden. Warum engagiere ich mich dann noch als Mitglied des Rates für die Genossenschaft? Das ist ganz einfach. Für mich als Unternehmer, aber auch für den Blumenzuchtsektor insgesamt, ist Royal FloraHolland unverzichtbar.

Warum bleiben Sie Mitglied?
Im Jahr 2022 habe ich mich für den Mitgliederrat beworben. Auf diese Weise gebe ich den Züchtern aus Bommelerwaard und den Chrysanthemenzüchtern eine Stimme. Eine ausgewogene Vertretung ist wichtig für das gute Funktionieren des Mitgliederrats. Je mehr Stimmen, desto besser können die Interessen aller berücksichtigt werden. Da ich Wirtschaftsinformatikerin bin, arbeite ich gerne im Finanzausschuss mit.

Es gibt mehr Unternehmen wie unseres. Züchter, die vieles selbst regeln, außerhalb der Versteigerung. Weil es bequemer, billiger oder vielleicht schneller ist. Warum sollten diese Art von Unternehmen Mitglied der Genossenschaft bleiben? Diese Frage wird immer häufiger gestellt. Auch bei uns. Dennoch bin ich bereit, einen großen Teil meiner Zeit der Genossenschaft zu widmen. Denn ich kann Ihnen sagen: Die Arbeit eines Mitgliedsratsmitglieds erfordert viele Stunden. Und die bringe ich gerne auf.

Rückgrat des Sektors
Für mich ist die Genossenschaft das Rückgrat unseres Sektors. Weil wir Erzeuger uns zusammengeschlossen haben, haben wir eine Stimme. In der Politik, in der Welt und gegenüber den Großkunden. Wir lassen uns nicht so leicht gegeneinander ausspielen wie im Obst- und Gemüseanbau, was uns erlaubt, fairere Preise zu verlangen. Die Uhr ist unverzichtbar, auch für uns, denn sie sorgt für die Preisbildung. Und eine Plattform, die wir gemeinsam bereitstellen, hält unser Angebot im Gleichgewicht. Neben dem Standardangebot gibt es Raum für Nischenprodukte, was uns als Branche für Kunden jeder Art und Größe interessant macht. Kurzum: Die Relevanz der Genossenschaft liegt für uns vielleicht nicht einmal so sehr in den Dienstleistungen, sondern vor allem in der größeren Bedeutung einer gemeinsamen Basis in der Branche.

Als Mitglied des Mitgliederrats arbeite ich gerne daran, diese Basis zu stärken. Dies kann auch vom Finanzausschuss aus geschehen. Zum Beispiel durch realistische Tarife, durch eine stärkere Individualisierung der Mitgliederpakete und durch die Diskussionen über den Mengenvorteil, die wir jetzt führen. Mit diesen Dingen werden wir im kommenden Jahr erhebliche Fortschritte machen. Und es ist sehr schön zu sehen, dass die Kommunikationswege zwischen dem Unternehmen und dem Finanzausschuss kurz sind. So können wir uns wirklich gemeinsam an den Diskussionen beteiligen.

Teilen Sie Ihr Fachwissen
Was ich den Mitgliedern mit auf den Weg geben möchte, ist: Sagen Sie Ihre Meinung. Lassen Sie Ihre Stimme hören. Lassen Sie uns wissen, was los ist und was Sie von der Genossenschaft brauchen. Unsere Mitglieder verfügen über viel Wissen und Erfahrung, und wir möchten das Beste daraus machen. Die Beiträge der Mitglieder in allen Bereichen sind sehr wichtig. Oder melden Sie sich für den Mitgliederrat an. Das kostet zwar Zeit, aber man bekommt viel dafür zurück. Auf jeden Fall ist mein Stolz auf unsere wichtige Genossenschaft dank meiner Arbeit im Mitgliederrat im letzten Jahr nur noch größer geworden."