Royal Flora Holland bloemenklok Aalsmeer 1

Inzwischen steht fest, dass Royal FloraHolland das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust abgeschlossen hat. Dieser Verlust ist allerdings viel geringer, als zu Beginn der Coronakrise befürchtet worden war. Das Ergebnis vor Sondererträgen und -aufwand wird voraussichtlich bei -5 bis -10 Mio. Euro liegen. Die Prüfung der Zahlen aus dem Jahr 2020 ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Aber da das abgelaufene Corona-Jahr ein Sonderfall war, erstatten wir schon jetzt einen vorläufigen Bericht.

David van Mechelen, CFO von Royal FloraHolland: "Angesichts der riesigen Mengen unverkäuflicher Blumen und Pflanzen im März letzten Jahres und des sich daraus ergebenden enormen Umsatzrückgangs können wir mit diesem Ergebnis leben. Die Menge der Anlieferungen, die letztes Jahr niedriger war, wirkt sich stark auf unsere Einnahmen aus. Dank diverser Faktoren konnte ein hoher zweistelliger Millionenverlust abgewendet werden. Zu diesen Faktoren zählen u. a. das Offenhalten der Grenzen für den Warentransport und das unternehmerische Handeln in unserer Branche. Auch der Notfonds hat für Ruhe und Kontinuität gesorgt und dazu beigetragen, dass die Gärtner weiter produzieren konnten. Der Markt hat sich dadurch schnell wieder erholt. Darüber hinaus konnte RFH innerhalb des Unternehmens erhebliche zusätzliche Kosteneinsparungen vornehmen, obwohl wir weiter in strategische Programme investiert haben.

In der zweiten Jahreshälfte lagen die Volumina zwar noch auf einem etwas niedrigerem Niveau als im Vorjahr, aber die Preisbildung war sehr günstig. Wegen dieser Ergebnisentwicklung kam Royal FloraHolland letztlich auch nicht für die niederländischen NOW-Regelung (staatliche Subvention zur Arbeitsplatzerhaltung) und den Notfonds für die Zierpflanzenbranche in Frage. Sobald die Zahlen endgültig sind, werden sie veröffentlicht.

Nach einer Satzungsänderung im Jahr 2015 werden Verluste nicht mehr auf die Mitglieder umgelegt, sondern gehen zulasten der allgemeinen Rücklage von RFH.