Fortgang der neuen Vorgehensweise bei der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung

23. November 2021
Nachhaltigkeit
Digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung
MRC
Royal FloraHolland berichtete im September über eine neue Vorgehensweise, um die Gärtner beim Start einer digitalen Umweltregistrierung zu motivieren und zu betreuen. In den vergangenen drei Monaten hat das Team Nachhaltige Entwicklung und Qualität in enger Zusammenarbeit mit den FPCs (RFH Produktkommissionen) unermüdlich an der Umsetzung dieser Vorgehensweise gearbeitet. Gerne lassen wir Sie nun am Fortgang dieses Projekts teilhaben.

Ein Großteil der Lieferanten hat bereits mit der digitalen Umweltregistrierung begonnen. Zurzeit führen ungefähr 57 % der Lieferanten bei Royal FloraHolland eine Umweltregistrierung, und 44 % der Lieferanten haben sogar ein Umweltzertifikat. Royal FloraHolland will nun auch die übrigen Gärtner dazu motivieren, hiermit zu beginnen. Es geht um circa 1.700 Gärtner, von denen etwa zwei Drittel in den Niederlanden und der Rest im Ausland leben.

Zusammenarbeit mit den FPCs

Inzwischen haben wir mit 23 der 27 FPCs besprochen, wie wir am besten auf die Gärtner zugehen sollen:
  • Bei zwei FPCs – Gerbera und Kalanchoe – haben schon alle Gärtner mit dem Prozess begonnen; 100 % dieser Gärtner führen also eine digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung.
  • Bei zehn FPCs haben weniger als sechs Gärtner noch nicht damit begonnen. Mit diesen Gärtnern werden wir Kontakt aufnehmen, um sie zum Mitmachen aufzufordern, sodass auch diese FPCs hoffentlich bald bei 100 % ankommen.
  • Außerdem haben wir die Gärtner von Saisonblumen, Zwiebelblumen und Tulpen ohne digitale Umweltregistrierung zu einer Online-Informationsveranstaltung am Mittwoch, dem 8. Dezember um 15.00 Uhr, eingeladen. Darüber hinaus sind die Gärtner von unserer Nachhaltigkeitsexpertin Danielle van Heijningen zu einem persönlichen Besuch eingeladen worden. Die Expertin beantwortet all Ihre Fragen, gibt wertvolle Tipps und hilft Ihnen bei der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung auf die Sprünge.
  • Die FPCs Baumschulprodukte, Blühende Pflanzen, Schnitt-Anthurium und Freesie senden einen Brief an die betroffenen Mitglieder und organisieren Informationsveranstaltungen. Zudem führen Produktmanager und Versteigerungsleiter diverse Aktivitäten durch, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
  • Ferner werden die übrigen FPCs in den nächsten Wochen einen Plan für die Vorgehensweise bei Gärtnern ohne digitale Umweltregistrierung erörtern.
  • Wir beschäftigen uns auch mit unseren ausländischen Gärtnern und überlegen, wie wir diese in den einzelnen Ländern motivieren können, mit der digitalen Umweltregistrierung zu beginnen. Die meisten Gärtner leben in Kenia, Deutschland, Israel, Belgien, Italien und Spanien, und je nach der Situation im Land werden Informationsbroschüren übersetzt, Unternehmen besucht und Telefonate geführt, um auf die Umweltregistrierung und -zertifizierung aufmerksam zu machen.

Warum ist die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung erforderlich?

Wir haben das gemeinsame Ziel, für eine sichere Zukunft unserer großartigen Branche zu sorgen. Dazu gehört, dass wir den Produktionsprozess unserer Blumen und Pflanzen für den Markt transparent darstellen, sodass jeder nachvollziehen kann, wie unsere Produkte erzeugt werden. Nur so können wir den wachsenden Markt für zertifizierte Produkte bedienen. Die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung ist die beste Methode, die hierfür verfügbar ist. Daher wollen wir so viele Gärtner wie möglich stimulieren und dabei unterstützen, zuerst mit der digitalen Umweltregistrierung zu beginnen und danach ein Umweltzertifikat zu erwerben.

Wussten Sie, dass ...?

Die Branchevereinigung VGB und die großen Handelsunternehmen ihren Einkäufern dabei helfen, ihren Handelsanteil an Unternehmen zu vergrößern, die über eine Umweltregistrierung und -zertifizierung verfügen? Mithilfe des Sustainable Sourcing Scan halten sie sich über den Prozentsatz des zertifizierten Einkaufs genau auf dem Laufenden, da eine wachsende Zahl ihrer Kunden großen Wert auf dieses Thema legt. So verlangt beispielsweise Fleurop, dem sich Hunderte von Floristikgeschäften in den Niederlanden angeschlossen haben, dass sich alle Geschäfte zertifizieren lassen und den Großteil ihrer Blumen bei Erzeugern mit einem Umweltzertifikat einkaufen.

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