Royal Flora Holland Paul Ridderhof
Auf der Sitzung des Mitgliederrats am 18. November wurde ein neuer Vorsitzender gewählt. Mit der Mehrheit der Stimmen wurde der Züchter Peter Smak zum Vorsitzenden des Mitgliederrats der Royal FloraHolland ab dem 1. Januar 2022 ernannt.

Neben den Wahlen standen verschiedene Themen auf der Tagesordnung, über die auf der kommenden formellen Mitgliederversammlung im Dezember entschieden werden soll, wie z. B. die BBH-Abgabe und Aalsmeer-Ost. Auch über die Entwicklungen im Bereich Fulfillment und neue Logistik wurde berichtet.

BBH-Abgabe

Der RFH erhebt von seinen Züchtern und Abnehmern eine jährliche Abgabe für die allgemeine Förderung von Blumenzuchtprodukten. Der RFH zahlt das gesamte Aufkommen aus dieser Abgabe an die Stichting Bloemenbureau Holland (BBH). Es stellt sich die Frage, ob diese Abgabe weiterhin über den RFH erhoben werden soll oder ob sie anders organisiert werden muss. Der Grund dafür ist, dass die derzeitige Abgabemethode zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen für die Genossenschaft führt und die Wettbewerbsposition der RFH unter Druck setzt.

Es haben mehrere Sitzungen zur Imagebildung stattgefunden, und gemeinsam mit BBH suchen wir nach einer möglichen Lösung. Die Verantwortung für die Lösung dieses Problems liegt bei BBH. Die RFH ist gewiss bereit, bei den Überlegungen zu helfen. Aus diesem Grund hat der Verwaltungsrat ein Memorandum verfasst, das eine Reihe von Grundprinzipien enthält. Dieses Memorandum wurde auf der Sitzung erörtert und wird in einigen Punkten noch verfeinert. Die derzeitige BBH-Abgabe ist ein Beschluss der ALV und sollte geändert werden, nachdem die Befugnisse der ALV vom Mitgliederrat übernommen worden sind.

Aalsmeer-Ost

Royal FloraHolland arbeitet an der Entwicklung von Aalsmeer-Ost. Dies ist eine Fläche von 16 Hektar. Das Thema steht auf der Tagesordnung für die Sitzung des Rates der Mitglieder im Dezember.

Während dieses Treffens lieferte David van Mechelen, CFO, weitere Hintergrundinformationen und es fand eine ausführliche Sitzung statt. In der vergangenen Zeit haben mehrere Treffen und Besichtigungen in Aalsmeer-Ost stattgefunden. Der Business Case wurde von der RFH weiterentwickelt und auf der Sitzung erörtert. Es gab auch eine Reihe von Fragen. Auf der Grundlage der vertieften Sitzung und der Diskussion wird der Vorschlag weiter verfeinert. Später am selben Tag fand auch eine ausführliche Sitzung mit dem Finanzausschuss des Rates der Mitglieder statt. Dieser Punkt steht auf der Tagesordnung für die Beschlussfassung am 9. Dezember.

Erläuterung der neuen Logistik

Auf der Sitzung am 18. November wurde der Mitgliederrat über den Beschlussvorschlag zur Kommissionierung im Logistikprozess der Royal FloraHolland informiert. Dies ist ein wichtiges Thema, denn es hat große Auswirkungen und wird als solches wahrgenommen. Diese Entwicklung ist mit einer großen Investition verbunden, aber nicht in dem Maße, dass sie die Zustimmung des Rates der Mitglieder erfordert.

Der derzeitige Distributionsprozess von Royal FloraHolland wird schrittweise in eine bedarfsgesteuerte Kommissionierung umgewandelt. Auch die logistische Abwicklung des Direkthandels und des Uhrenhandels wird in einem kombinierten Prozess organisiert. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten, die logistische Abwicklung besser auf die Wünsche der Kunden abzustimmen und sie bezahlbar zu halten. Mit dieser Umstellung werden die betriebliche IT und die Prozesse an allen RFH-Standorten standardisiert, was nicht nur die IT modernisiert, sondern den Betrieb auch für die nationale Versteigerung und weitere Entwicklungen fit macht. Da es sich um einen umfassenden Eingriff in die Logistikdienste der RFH handelt, erfolgt die Versteigerung in kleinen, vorsichtigen Schritten. Die Auftragskommissionierung wird pro Standort und pro Auktionsgruppe umgestellt.

Dies wirkt sich nicht nur auf unsere eigene Geschäftstätigkeit aus, sondern auch auf die Erzeuger und Abnehmer. Deshalb werden sowohl die Erzeuger als auch die Käufer intensiver informiert. Sie erhalten z. B. Führungen und Newsletter. Es wurde ein Beratungsteam "Die neue Logistik" mit Erzeugern und Einkäufern eingerichtet, um Beiträge für die Entscheidungsfindung in den schwierigsten "Fragen" zu sammeln. Am 4. November wurde der Antrag auf Beratung dem Betriebsrat vorgelegt, und am 24. November wird der Aufsichtsrat eine Entscheidung über die Investitionen zur vollständigen Durchführung der Kommissionierung treffen.
Es war eine lange, aber konstruktive Sitzung, in der die Arbeitsgruppen und Ausschüsse gute Vorarbeit geleistet haben. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen rund um COVID-19 wurde die Sitzung digital abgehalten.

Der Inhalt war gut organisiert, so dass die Diskussionen auf dem richtigen Niveau verliefen. Ein Kompliment an alle Mitglieder ist daher angebracht. Diese Arbeitsweise ist effektiv und bietet eine gute Vorbereitung für die Entscheidungsfindung auf der formellen Mitgliederversammlung am 9. Dezember.

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