Kolumne des Mitgliederrates: "Wir müssen auf einen gemeinsamen Schwerpunkt hinarbeiten"

18. November 2021
Genossenschaft
Kiki fernandes
Wenn wir die Genossenschaft lebensfähig halten wollen, müssen wir unsere Vision als Genossenschaft und als Unternehmen teilen. Was ist unser gemeinsamer "Mann auf dem Mond"? Um dies zu erreichen, müssen wir über unsere Grenzen hinausschauen und denken. Ich sage das nicht, weil ich selbst eine Genossenschaft bin. Und das sage ich nicht, weil ich selbst ein internationales Unternehmen leite, sondern weil es dringend notwendig ist.

Nasen in dieselbe Richtung

Ich habe ein großes Herz für unsere Genossenschaft, aber gleichzeitig bin ich besorgt. Über die Zukunft unserer Genossenschaft. Unsere Genossenschaft - und damit meine ich die viertausend Mitglieder der Genossenschaft - ist nicht im Einklang mit Royal FloraHolland, und das macht mir Sorgen. Royal FloraHolland hat die einmalige Chance, sich auf der Weltbühne zu behaupten. Meines Erachtens können wir das nur erreichen, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Durch die Arbeit an einem gemeinsamen Schwerpunkt. Ein Mann auf dem Mond. Ein großes, gemeinsames Ziel, auf das wir alle hinarbeiten.

Globale Bedeutung

Der Mann auf dem Mond existiert bereits. Der Vorstand der Royal FloraHolland hat eine starke Vision und eine klare Strategie. Das Wichtigste dabei ist, dass der Floriday funktioniert. Damit wir von dort aus weiter Europa und die Welt erobern können.

Warum ist das so notwendig? Die Digitalisierung bedeutet, dass es keine Grenzen mehr gibt. Wir wollen unsere starke, zentrale Position im Blumenzuchtsektor beibehalten. Deshalb müssen wir jetzt mit Vollgas in die Digitalisierung einsteigen. Das ist es, was Royal FloraHolland anstrebt: Floriday soll zu einer Plattform mit weltweiter Bedeutung werden. Und daran glaube ich fest. Diese Überzeugung wird jedoch nicht von allen Mitgliedern geteilt. Wie können wir alle auf dieselbe Seite bringen?

Starker Vorsitzender

Alle Mitglieder sollen sich auf dieselbe Sache konzentrieren. Manche sagen, das sei unmöglich. Ich sehe das nicht so. Bei viertausend Mitgliedern ist das natürlich eine Menge Arbeit. Aber ich glaube nicht, dass irgendetwas unmöglich ist. Aber es gibt noch viel zu tun. Der Rat der Mitglieder spielt eine zentrale Rolle bei der Einbindung der Mitglieder. Der Mitgliederrat ist Teil des Verwaltungsdreiecks der Royal FloraHolland, hat aber auch die Aufgabe, den Mitgliedern zuzuhören und mit ihnen in Dialog zu treten. Im Dezember finden wieder Wahlen für neue Mitglieder des Mitgliederrats statt. Der Mitgliederrat wählt auch einen neuen Vorsitzenden für den Mitgliederrat. In diesem Jahr ist es wichtiger denn je, seine Stimme abzugeben. Eine Stimme für die Zukunft. Und das hat damit zu tun, dass wir in diesem Jahr einen neuen Vorsitzenden wählen werden. Eine unglaublich wichtige und anspruchsvolle Aufgabe. Eine zentrale Rolle, gerade um die Verbindung zu den Mitgliedern herzustellen. Und die Verbindung mit dem Aufsichtsrat und dem Vorstand zu finden und zu halten.

Was für eine Person sollte der neue Vorsitzende des Rates der Mitglieder sein? Vor allem muss es jemand sein, der es versteht, Menschen zu vereinen. Machen Sie ihnen klar, dass sie manchmal einen kleinen Teil ihrer eigenen Interessen aufgeben müssen. Weil es besser für das Allgemeinwohl ist. Für die Mitglieder zusammen. Für den Blumenzuchtsektor. Und das kommt wiederum allen einzelnen Mitgliedern zugute. Eine langfristige Vision und die Fähigkeit, diese gut und wirksam zu verbreiten, sind in dieser Hinsicht wichtig. Ich fürchte, dass wir die Bedeutung dieser Rolle unterschätzen. Meiner Meinung nach ist die Rolle des Vorsitzenden des Mitgliederrats genauso groß und wichtig wie die Rolle von Steven van Schilfgaard als CEO der Royal FloraHolland.

International zugänglich in Wort und Bild

Auf dem Weg, unsere Genossenschaft fit für die Zukunft zu machen, brauchen wir daher einen gemeinsamen Fokus. Aber es gibt noch mehr. Durch die Digitalisierung wird die Welt immer kleiner. Corona hat diese Entwicklung beschleunigt. Es ist jetzt genauso einfach, ein Treffen mit dem Nachbarn zu vereinbaren wie mit einem Kunden am anderen Ende der Welt. Und das gilt für fast alle Transaktionen. Und deshalb müssen wir uns vom Niederländischen als Kommunikationssprache innerhalb der Royal FloraHolland verabschieden. Ich sage das nicht, weil ich selbst Englisch spreche. Aber weil Englisch die Geschäftssprache der Welt ist. Indem wir uns auf Niederländisch beschränken, halten wir unseren Pool klein. Wir können nur dann wirklich wachsen und mit der Welt mithalten, wenn wir für diese Welt in Wort und Bild zugänglich sind. Und ich denke, das ist überhaupt kein Problem. In den Niederlanden ist die Bildung gut. Alle Menschen in den Fünfzigern und darunter sprechen fließend Englisch, höre ich um mich herum. Lassen Sie uns diesen Schritt also jetzt tun.

Unseren starken Sektor bewahren

Kurzum: Ich schätze unsere Zusammenarbeit. Wir haben so viel erreicht. Und wir haben das Potenzial, die Welt zu erobern. Lassen Sie uns daran arbeiten, uns gemeinsam auf unseren Mann auf dem Mond zu konzentrieren. Damit wir auch in zehn Jahren noch von den Angeboten unserer Genossenschaft profitieren können. Für die Niederlande und die Welt.

Richard (Kiki) Fernandes

Mitglied des Mitgliederrats der Royal FloraHolland

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