"Wir arbeiten hart, um das Beste für die meisten Erzeuger zu erreichen"

9. November 2021
Genossenschaft
Royal Flora Holland Gijs van Geffen
In einer Reihe von Porträts porträtieren wir Mitglieder der Royal FloraHolland. Unternehmer, Denker und Innovatoren, die miteinander und mit dem Management von Royal FloraHolland in Dialog treten. Über die Probleme, mit denen wir als Genossenschaft konfrontiert sind. Besondere Menschen mit eigenen Ideen und einem gemeinsamen Traum: eine blühende Zukunft für unsere Genossenschaft.
Gijs van Geffen (36)
  • FPC Seasonal Flowers (geteilter Vorsitz), Mitgliedschaft im Management Team
  • Bluebird Blumenfarmen
  • Schneeball, Pfingstrose, Schneebeere und geschnittene Hortensie
  • Region Bommelerwaard
  • Zusammenleben, zwei Kinder
"Mit der Genossenschaft haben wir etwas enorm Wertvolles in den Händen. Etwas, für das wir gemeinsam verantwortlich sind. Es liegt an uns Erzeugern, sie zu bewahren und weiterzuentwickeln. Alle Erzeuger finden innerhalb der Genossenschaft Gehör. Und wir arbeiten hart daran, das Beste für die meisten Landwirte zu erreichen. Auch für kleinere Unternehmen. Auch wenn es nicht immer so empfunden wird. Dann übernehmen die Emotionen die Oberhand. Und das verstehe ich sehr gut. Viele Dinge ändern sich einfach. Unsere Gärtnerei zum Beispiel ist stark von der Uhr abhängig. Daher sind alle Entwicklungen in diesem Bereich sehr spannend. Was wird mit der Uhr geschehen? Trotzdem weiß ich, dass es gut ausgehen wird. Ob es um die Uhr, die Digitalisierung, die Nachhaltigkeit oder die Mitgliedschaft geht.

Vor acht Jahren habe ich mich den FPC Seasonal Flowers angeschlossen. Dadurch lerne ich viele Menschen kennen. Sowohl Kollegen als auch Mitarbeiter der Royal FloraHolland selbst. Sie wissen jetzt auch, wie sie mich finden können. Deshalb bin ich immer auf dem Laufenden über neue Entwicklungen. Und das ist schön. Nicht nur für mich, sondern auch für meine Unterstützer.
Ich denke, es ist wichtig, mit den Menschen in meinem Umfeld zu sprechen. Und immer wieder alle einzubeziehen. Nicht alle Erzeuger wollen sich an der Genossenschaft beteiligen. Und das ist auch gut so, solange die Menschen darauf vertrauen, dass es geregelt wird. Manchmal gibt es hinterher Beschwerden, zum Beispiel über die sozialen Medien. Ich sehe das als eine verpasste Gelegenheit. Denn die Menschen hören Ihnen wirklich zu. Aber dann muss man sich zu den Zeiten Gehör verschaffen, die dafür vorgesehen sind. Mein Appell an die Kollegen lautet daher: Beteiligen Sie sich an der Zusammenarbeit. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist über die FPCs. Es ist nicht beängstigend, die Leute hören wirklich zu. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Ihre Wünsche immer erfüllt werden. Aber Ihr Beitrag wird berücksichtigt.

Ich finde die Themen Nachhaltigkeit und Mitgliedschaft im Moment sehr interessant. Es werden dringend neue Formen der Mitgliedschaft benötigt, um die Erzeuger an die Genossenschaft zu binden. Aber sie ist auch äußerst komplex. Das merke ich im Membership Management Team, dem ich auch angehöre. Es gibt so viele Dinge, die wir berücksichtigen müssen. Jeder Schritt, den wir tun, hat weitreichende Auswirkungen. Ein Mitgliedschaftsmodell, das alle zu 100 % zufrieden stellt, gibt es meiner Meinung nach nicht. Es wird einen Kompromiss für alle geben. Aber der Wert, den die Genossenschaft uns bietet und der uns zusammenhält, muss überwiegen.

Ich werde meinen Kopf auch weiterhin auf diese Weise aus dem Geschäft heraushalten. Das hält mich frisch. Und ich hoffe, ich werde nicht mit einem Tunnelblick enden. Die Mitarbeit in der Genossenschaft hilft mir in mehrfacher Hinsicht. Als Unternehmer, aber auch als Züchter in einer Produktgruppe. Und ich denke, darauf kann man stolz sein."

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