Royal Flora Holland Kruisbestuiving Anco Pure Vanda 130921
Die Nachfrage von Verbrauchern und Einzelhändlern nach nachhaltig produzierten Gartenbauprodukten nimmt zu. Das führt zu einer wachsenden Nachfrage nach einer Berechnung des ökologischen Fußabdrucks von Gartenbauprodukten. In der Gartenbaubranche gibt es dafür noch keine von der EU anerkannte, weltweit anwendbare Standardmethodik. Deshalb arbeitet ein Konsortium mehrerer Unternehmen, an dem auch Royal FloraHolland beteiligt ist, an einer spezifischen Standard-Berechnungsmethode.
Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, einen einheitlichen europäischen Standard für die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks von Gartenbauprodukten zu schaffen, der in der gesamten Produktions- und Handelskette akzeptiert wird.
Eindeutige Berechnung des ökologischen Fußabdrucks mit Hortifootprint
„Im Sommer letzten Jahres wurde der Bericht zu den Hortifootprint Category Rules vorgelegt. Er bietet eindeutige Regeln für die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks sowohl für Zierpflanzen als auch für Obst und Gemüse”, berichtet Albert Haasnoot (Programmmanager Nachhaltigkeit bei Royal FloraHolland). „Die Methodik steht so weit wie möglich im Einklang mit den EU-Richtlinien und führt zu einer objektiven und standardisierten Methode zur Berechnung des Umwelt-Fußabdrucks von Gartenbauprodukten. Die Veröffentlichung dieses Berichts ist ein wichtiger Schritt, wenn es darum geht, einen Einblick in die Nachhaltigkeit von Produkten aus dieser Branche bei integrierter Betrachtungsweise zu geben. Unsere Mitglieder und Kunden können jetzt den ökologischen Fußabdruck ihrer eigenen Produkte transparent werden lassen und diese Angaben für den Einsatz für mehr Nachhaltigkeit und Diskussionen darüber nutzen”.

Nächste Phase: das offene Konsultationsverfahren
Derzeit arbeiten wir an europäischen Berechnungsregeln für die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks von Zierpflanzenprodukten. Das Projekt kommt jetzt in die offene Konsultationsphase. In dieser Phase sind alle Experten für Lebenszyklusanalysen (LZA) und Branchenkollegen dazu eingeladen, uns ein Feedback zur ersten Version dieser europäischen Berechnungsregeln zu geben. Wir gehen davon aus, dass wir das Projekt bis Ende 2022 vollständig abschließen können.

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Die Konsortialpartner
Die Untersuchung wird durch ein Expertenteam von Wageningen Economic Research, Blonk Consultants und PRé Sustainability durchgeführt. Federführend sind GroentenFruit Huis und Royal FloraHolland. Daneben sind MPS, ABN AMRO Bank N.V., Rabobank und Glastuinbouw Nederland als Konsortialpartner an der Entwicklung beteiligt und haben dazu beigetragen, dieses Projekt zu ermöglichen. Das niederländische Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität unterstützt das Projekt finanziell über die niederländische Branchenorganisation Topsector Tuinbouw & Uitgangsmaterialen.

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