Royal floraholland renate koppen

Renate Koppen (Gärtnerei Groenhof) ist Mitglied im FPC für blühende Pflanzen. Auch sie merkt, dass Gärtner nicht immer sagen, was ihnen wirklich am Herzen liegt. Aber über den FPC haben sie die Möglichkeit, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen.

In einer Serie von Gärtnerporträts rücken wir Mitglieder von Royal FloraHolland in den Blickpunkt. Unternehmer, Denker und Erneuerer, die miteinander und mit dem Management von Royal FloraHolland das Gespräch suchen. Und zwar über die Probleme, vor denen wir als Genossenschaft gerade stehen. Es handelt sich um besondere Menschen mit eigenen Ideen und einem gemeinsamen Traum: einer blühenden Zukunft für unsere Genossenschaft.

Renate van Koppen (47)

  • Gärtnerei Groenhof
  • Hibiskus
  • Region Westland
  • Verheiratet, zwei Töchter

"Wir selbst sind kein sonderlich großer Gärtnerbetrieb. Daher ist es für mich besonders interessant und lehrreich, mich bei der Genossenschaft zu engagieren. Deshalb bin ich vor fünf Jahren Mitglied des FPCs für blühende Pflanzen geworden. So bekomme ich mit, mit welchen Themen sich Royal FloraHolland und andere Gärtner beschäftigen. Das finde ich wichtig. Denn so komme ich einmal aus meinem eigenen Umfeld heraus und halte Kontakt zum Markt, zum Produkt und zu den Kollegen."

Gärtner sagen nicht immer, was ihnen wirklich am Herzen liegt

"Manchmal wird von der Genossenschaft auch eine Bitte an den FPC gerichtet. Zum Beispiel, ob wir nicht den Stand der Umweltzertifizierung bei den uns zugeordneten Mitgliedsbetrieben ermitteln könnten. Ich spreche dann meine Kollegen an: Wie weit bist du dabei? Was musst du noch verbessern und wo liegen deine Probleme? Natürlich soll das kein Verkaufsgespräch für die Genossenschaft sein. Sondern ich möchte wirklich wissen, was die Mitglieder bewegt. Damit wir dieses Feedback an Royal FloraHolland weiterleiten können, sodass die Anliegen bei der weiteren Strategie berücksichtigt werden. Ich merke auch, dass Gärtner nicht immer sagen, was ihnen wirklich am Herzen liegt. Dafür habe ich durchaus Verständnis. Aber über den FPC können sie ihre Meinung dann doch zum Ausdruck bringen."

"Nachhaltigkeit ist sowieso ein Thema, das mich anspricht. Ich habe in Wageningen studiert, und von da kehrt man als halber Biologe in den Betrieb zurück. Vorrang hat für mich, dass ich ein wertvolles Produkt erzeugen will. Wie kann ich das möglichst umweltfreundlich bewerkstelligen? Es macht mir auch Freude, wenn ich Kollegen dazu bringen kann, über Nachhaltigkeit nachzudenken. Und darüber, sich zu fragen, was für ein Unternehmer sie sein wollen. Um sie dann anzuspornen, dementsprechend zu handeln. Nicht für alle Gärtner ist eine Zertifizierung selbstverständlich. Sie ist beispielsweise einfach zu teuer oder zu umständlich. Ich überlege dann auch gerne mit ihnen gemeinsam: Wie könnte es trotzdem klappen? Der FPC bietet dafür einige Möglichkeiten. Wir können Royal FloraHolland beispielsweise mitteilen, dass es so nicht funktioniert. Und welche Lösung unserer Meinung nach hierfür geeignet ist. Beispielsweise die Arbeit mit mehreren Anbietern. Vor Corona haben die FPC-Treffen immer bei einem der Gärtnerbetriebe stattgefunden. Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie andere ihren Betrieb führen. In dem einen Betrieb sitzen wir in einer schicken Kantine, in einem anderen einfach am Küchentisch. Das zeigt mir sehr anschaulich, wie unterschiedlich unsere Genossenschaft ist. Und wie viel wir uns gegenseitig und unserer Gesellschaft zu bieten haben."

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