Richard Fernandez (Mitglied des Mitgliederrates) über seinen Betrieb und die Entwicklungen während der Covid-19-Pandemie

25. Juni 2020
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Corona
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Die belgische Investmentgesellschaft für Entwicklungsstaaten (BIO) hat mit RichardFernandez ein Interview über seinen Betrieb und die Entwicklungen während der Covid-19-Pandemie geführt. Richard ist Mitglied des Mitgliederrates bei Royal FloraHolland und CEO von Marginpar.

Marginpar

Marginpar besitzt acht Gärtnereibetriebe in Kenia und drei in Äthiopien, zusammen etwa 360 Hektar Fläche. Außerdem hat das Unternehmen Lizenznehmer in Tansania und Simbabwe, wodurch weitere 100 Hektar Fläche hinzu kommen. Marginpar beschäftigt etwa 4.000 Mitarbeiter, 99 % davon in Afrika. Marginpar ist auf einzigartige Blumen spezialisiert, nicht nur auf Rosen.

Covid-19

Durch die Covid-19-Pandemie ist die Nachfrage nach Blumen fast über Nacht zusammengebrochen. Das hat auch die Zierpflanzenbranche in Kenia schwer getroffen. Fernandes: "In der ersten Pandemiewoche mussten wir drastische Maßnahmen ergreifen. Leider konnten wir unsere Saisonmitarbeiter nicht halten, daher haben wir auslaufende Verträge nicht verlängert."

"Als die europäische Wirtschaft anfing, sich wieder zu erholen, hat die Nachfrage kurz vor Muttertag langsam wieder zugenommen. Wir vertrauen alle darauf, dass die Nachfrage weiter zunehmen wird." "Unsere größte Beschränkung stellt aber der Lufttransport dar," meint Fernandes. "Wegen der ausbleibenden Passagierflugzeuge gab es eine enorme Nachfrage nach den zahlenmäßig begrenzten Frachtflugzeugen. Für einen Frachtflug muss irrsinnig viel Geld bezahlt werden."

Flowers of Hope

Als Vorsitzender des Blumenbüros für Kenia hat Marginpar zusammen mit der Kenya Private Sector Alliance das Projekt Flowers of Hope unterstützt. Dabei wurden unverkäufliche Blumen an die Krankenhäuser und die Mitarbeiter der Gesundheitsbranche in Kenia gespendet. Später kam auch die Idee auf, einige dieser Blumen nach Europa zu schicken. So wurden "Flowers of Hope" u. a. auch nach Großbritannien versandt. Flowers of Hope möchte ein Bewusstsein für die vielen tausend Menschen schaffen, die von der Zierpflanzenbranche abhängig sind. "Wir hoffen, dass man sich an uns erinnert und weiter unsere Blumen kaufen wird, auch wenn sich die Situation wieder normalisiert hat."

Foto: Marginpar


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