Royal Flora Holland Bloemboeketten op kar 20160510 01

Digitale Anwendungen und der digitale Datenaustausch bieten unzählige Chancen für die Zierpflanzenbranche. Royal FloraHolland möchte mit diesen Daten die Logistikkette optimal gestalten. Und wir wollen genauer wissen, wie wir die besten Preise für unsere Mitglieder erzielen. Deshalb haben wir vor vier Jahren das Projekt iFlow gestartet.

Unsere Gärtner entscheiden täglich, wann und wieviele Produkte sie im Uhrvorverkauf, in der Versteigerung oder im Direkthandel verkaufen wollen. Für sie ist es wichtig, im richtigen Zeitpunkt zu entscheiden, ob sie ihre Blumen und Pflanzen im Vorverkauf anbieten oder nicht.

Die Algorithmen der künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) können Daten erzeugen und Betrieben dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gemeinsam mit Partnern vom Gärtnerverband Zentoo, der Rotterdam School of Management, der Erasmus-Universität und der Universität Wageningen hat Royal FloraHolland an dem Projekt "AI in the Floriculture Chain" (kurz: iFlow) gearbeitet. Die Studenten und Doktoranden haben AI-Anwendungen für Gärtner, Versteigerungsleiter, Transporteure und Supply-Chain-Manager für Blumenprodukte entwickelt. iFlow hat zu wichtigen betrieblichen Erkenntnissen geführt, die für die Blumenbranche nützlich sind. Aus den Studien ergibt sich, dass die neuen AI-Modelle positive Effekte auf den Erlös und auf die Steigerung der Nachhaltigkeit der Zierpflanzenbranche haben. Dies hat inzwischen dazu geführt, dass einige Produkte auf den Markt gebracht wurden.

Preisprognosen

Für Zentoo wurde ein Algorithmus entwickelt, mit dem sich eine Preisvorhersage nicht allein nach Gefühl, sondern auch auf der Basis von Daten realisieren lässt. Arjan van der Voort, Hauptgeschäftsführer von Zentoo: "Wir verwenden den so vorhergesagten Marktpreis jetzt in unserem Webshop. Das hat dazu geführt, dass wir mit den Preisvorhersagen um ca. 2 bis 4 Prozent bessere Erlöse erzielen. Wir möchten das auch in unsere Software einbauen, damit unsere Programme besser werden und wir damit einen besseren Preis für unsere Gärtner realisieren können. Natürlich ist das ein schönes Ergebnis, aber es ist erst der Anfang. Die bis jetzt gemachten Erfahrungen machen Lust auf mehr."

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