Neues Mitgliedschaftsmodell in Vorbereitung: Ihre Stimme ist wichtig

18. Februar 2020
Regulierung & Zertifizierung
Genossenschaft
Royal floraholland compilatie kwekers

In diesem Jahr arbeiten die Mitglieder gemeinsam mit Royal FloraHolland an einem neuen Mitgliedschaftsmodell. Warum das so ist und wie das Projekt aussieht, besprechen wir mit dem Mitglied des Mitgliederrates Walter Straathof (Gebr. Straathof) und mit Claudia Hölzel (Manager Dienstleistungen für Gärtner und Genossenschaftsangelegenheiten Royal FloraHolland).

"Die Versteigerung soll den Mitgliedern höchstmögliche Erlöse zu geringstmöglichen Kosten ermöglichen. Das ist die Stärke der Genossenschaft," sagt Walter Straathof. "Wir beobachten aber, dass die Unterschiede zwischen den Gärtnern weiter zunehmen. Große und kleine Gärtner, immer mehr Direkthandel und internationaler Handel - das bestehende Modell mit seinen zwei Vertragsformen reicht dafür nicht mehr."

Claudia Hölzel: "Mit der neuen strategischen Ausrichtung entwickeln wir neue Dienstleistungen wie die landesweite Versteigerung und 100 % digital über Floriday. Die Aufnahme dieser Dienstleistungen in die Mitgliedschaft und die Tarife ist daher ein logischer Folgeschritt." Derzeit gibt es zwei Mitgliedschaftsformen (Mitglieds-Anlieferer und Anlieferer), und der Unterschied zwischen ihnen besteht vor allem bei den Tarifen. "Das wollen wir im nächsten Jahr schärfer einstellen. Damit werden wir den Bedürfnissen unserer Mitglieder besser gerecht."

Royal Floraholland Claudia Walter

Die Tarifstruktur wurde zuletzt 2018 angepasst. Man hat sich damals dafür entschieden, nur eine Vertragsform neben dem Mitglieds-Anlieferer zuzulassen, und zwar den Anlieferer. Die Rechte und Pflichten aus der Mitgliedschaft und bei den dazu gehörenden Dienstleistungen blieben damals noch gleich. "Das war ein erster Schritt, um die gemeinsame Basis erkennbar zu machen", ergänzt Claudia. "Auch damals haben wir das mit den Mitgliedern diskutiert. Das werden wir bei diesem Projekt wieder tun."

Mitglieder beteiligen

Walter Straathof ist gemeinsam mit Goos Hofland für den Mitgliederrat im Regieteam Mitgliedschaft. Was macht das Regieteam bis jetzt? "In den ersten Monaten legen wir die Ausgangspunkte für das neue Mitgliedschaftsmodell fest. Wie lauten die Wünsche, und welche Möglichkeiten gibt es? Dabei beziehen wir andere Mitglieder aktiv ein. Und zwar bei den Mitgliedersitzungen, die im März überall in den Niederlanden, in Deutschland und in Belgien stattfinden. Und im Mai dann in Kenia, Äthiopien und Israel", erklärt Walter Straathof. Das Regieteam besteht aus einer bunten Gesellschaft. Neben Mitgliedern sind darin auch Anlieferer und frühere Mitglieder vertreten. "Von denen wollen wir wissen: Was war der Grund für ihre Kündigung? Ist der Preis zu hoch oder reichen die Dienstleistungen nicht? Und: Wann würden sie der Genossenschaft wieder beitreten? So erhalten wir ein gutes Bild, was man anders oder besser machen kann."

Wer ist Mitglied im Regieteam Mitgliedschaft?

Dieses Team besteht aus 12 Anlieferern, Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern. Neben Walter Straathof sind das: Gijs van Geffen, David van Tuyl, Bas Karsten, Chris Kester, Laurens van der Lans, Goos Hofland, Rob Koning, Hans Willemsen und André van der Valk aus den Niederlanden. Die internationalen Anlieferer im Regieteam sind Jay Williams und Girish Appanna.

Reden Sie mit

"Für die Weiterentwicklung der Genossenschaft ist es sehr wichtig, dass die Mitglieder dabei mitreden", meint Claudia. Das Managementteam von Royal FloraHolland hofft, dass im März möglichst viele Mitglieder zu den Mitgliedersitzungen kommen. "Der Mitgliederrat begleitet die Sitzungen. Die Mitglieder des Mitgliederrates spielen in diesen Sitzungen eine wichtige Rolle. Und Royal FloraHolland unterstützt und denkt mit."

Walter Straathof ergänzt: "Ich möchte jeden einladen, sich an der Diskussion über das Mitgliedschaftsmodell zu beteiligen. Auch oder gerade dann, wenn man damit nicht einverstanden ist. Oder wenn man findet, dass gar nichts geändert werden sollte. Im März sind wir noch in der Anfangsphase und können noch in alle Richtungen denken." In einer Genossenschaft mit 4.000 Mitgliedern ist es natürlich nicht möglich, jeden zu 100 % zufrieden zu stellen, meint Walter Straathof. "Aber es geht uns um die beste Lösung für die meisten Mitglieder. Dafür machen wir das. Und dafür brauchen wir die Meinung von allen."

Die Möglichkeit zum Mitreden gibt es dieses Jahr zu folgenden Zeitpunkten: Bei den Mitgliedersitzungen im März (international: im Mai), eventuell bei Themensitzungen im Mai/Juni und in den Mitgliedersitzungen im November.

Wie geht es danach weiter? Walter Straathof: "Wir streben an, das neue Modell bis zum Sommer zu 80 % fertig zu haben. Das legen wir dann eventuell in zusätzlichen Themensitzungen im Mai und Juni den Mitgliedern vor. Im November gibt es eine weitere Serie Mitgliedersitzungen. Darin besprechen wir das neue Modell nochmals und erarbeiten eine Empfehlung an die Geschäftsführung. Die Geschäftsführung macht dann einen Vorschlag. Im Dezember kann der Mitgliederrat dann über das neue Mitgliedschaftsmodell und die Tarife abstimmen. Findet es seine Zustimmung, wird Royal FloraHolland das neue Mitgliedschaftsmodell 2021 einführen."


Verwandte Nachrichten