Royal floraholland dag van de cooperatie 2019 workshop

Transportverpackungen wie Pflanzenschalen aus Plastik sind nötig, um unsere Pflanzen und Blumen transportieren zu können. Doch wir können sie öfter einsetzen oder recyceln. So bemühen wir uns um weniger Plastikmüll. Dieses Jahr haben wir den „Plastic Pact“ unterschrieben. Was bedeutet das genau? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

"Plastik ist sehr nützlich, auch für unsere Branche", beginnt Jacco Duindam (Royal FloraHolland). "Es darf nur nicht in die Umwelt gelangen. Daher müssen wir noch besser mit unseren Transportverpackungen umgehen."

Dieses Jahr ist Royal FloraHolland dem niederländischen "Plastic Pact" beigetreten. Wir haben dies gemeinsam mit über 75 Unternehmen und Organisationen getan. Denn das Reduzieren der Plastikmenge können wir nicht allein angehen. Dafür muss man zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit finden wir über den "Plastic Pact". "Jeder versteht, dass das notwendig ist. In der Zierpflanzenbranche, aber auch darüber hinaus. Deshalb machen immer mehr Unternehmen und Organisationen mit."

Auf dem richtigen Weg

Royal FloraHolland stellt sich dieser Herausforderung für ihre eigenen Transportverpackungen. Wir erfüllen bereits zwei der vier Zielsetzungen, die der "Plastic Pact" für 2025 vorgibt. An den anderen beiden arbeiten wir intensiv. Um welche Herausforderungen handelt es sich dabei?

Erstens muss die Plastikmenge reduziert werden, die wir für Transportverpackungen nutzen. 2025 muss sie um mindestens 20 % geringer sein. "Für unsere Transportverpackungen gibt es drei Möglichkeiten. Wir machen die Plastik-Pflanzenschalen leichter, wir setzen öfter Mehrweg-Pflanzenschalen ein oder wir stellen die Pflanzenschalen aus anderen Materialien als Plastik her", erläutert Jacco Duindam. Royal FloraHolland untersucht diese Möglichkeiten und berät die Züchter und Käufer. "Jeder muss seine eigene Entscheidung treffen. Aber indem wir unser Wissen weitergeben, machen wir deutlich, welche Auswirkungen Ihre Entscheidung hat." Außerdem wurde Anfang 2019 der Preis für Mehrweg-Schalen und -Eimer gesenkt. "So ermutigen wir die Züchter und Käufer, sich für diese Schalen und Eimer zu entscheiden."

Was steht im "Plastic Pact"?
Vier Zielsetzungen

1. Plastikprodukte und -verpackungen sind bis 2025 vollständig recycelbar. - Das erfüllen wir bereits jetzt
2. Im Jahr 2025 nutzen wir 20 % weniger Plastik als 2017. - Das können wir besser machen
3. Mindestens 70 % aller Wegwerfplastikprodukte und -verpackungen werden dann ohne Qualitätsverlust recycelt. - Das können wir besser machen
4. Alle Plastikprodukte in einem Unternehmen müssen aus mindestens 35 % recyceltem Plastik bestehen. - Das erfüllen wir bereits jetzt

Zusammenarbeit

Und die zweite Herausforderung? "Derzeit werden 50 % unserer Einweg-Schalen recycelt. Das kann und muss verbessert werden. Und zwar auf 70 % im Jahr 2025", berichtet Jacco. Dafür bedarf es unbedingt der Kooperation mit anderen Parteien. Denn wenn die Pflanzen erst einmal im Supermarkt oder Gartenzentrum stehen, weiß man nicht, was mit den Pflanzenschalen passiert. "Das ist das Gute am 'Plastic Pact'. Alle großen Supermarktketten sind beteiligt." Jacco fügt begeistert hinzu: "Der 'Plastic Pact' ist ein Instrument, um mit diesen Supermärkten ins Gespräch zu kommen. Wie können wir gemeinsam erreichen, dass Einweg-Pflanzenschalen recycelt oder besser gleich Mehrweg-Pflanzenschalen eingesetzt werden?" Diese Gespräche führen wir auch mit "Tuinbranche Nederland", dem niederländischen Verband für Gartenzentren. Jacco: "Jeder sieht ein, dass Nachhaltigkeit wichtig ist. Dank des 'Plastic Pact' haben wir dieselben Zielsetzungen wie die Supermärkte und Gartenzentren und können so wirklich etwas erreichen. Beispielsweise indem wir Verbrauchern keine Einweg-Pflanzenschalen mehr geben. Das macht sich sowieso bezahlt. Denn die Wiederverwendung und das Recycling dieser Schalen erzeugt auch Einnahmen."

Nach Meinung von Jacco befassen sich schon viele Züchter und Käufer mit der Reduzierung von Plastik. Sie sind motiviert, diese Herausforderungen mit voller Kraft anzugehen, ist seine Erfahrung. "Es ist meist nicht die Frage, ob wir etwas tun müssen, sondern wie wir das tun können. Und wir helfen ihnen gerne dabei. Wir müssen dies wirklich zusammen lösen. Gemeinsam für den intelligenten und sparsamen Einsatz von Plastik und für eine gute Zukunft."

Royal Floraholland Dag Van De Cooperatie 2019 Sustainable

Der Plastic Pact

Der Plastic Pact ist eine Initiative des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft. Arnoud Passenier arbeitet in diesem Ministerium als Programm-Manager für Kreislaufwirtschaft. Er berichtet:

"Sehr viele Beteiligte haben sich schon jahrelang mit dem Schließen des Kunststoffkreislaufs beschäftigt. Indem wir diese Parteien miteinander verbinden, können wir schneller mehr erreichen. Dabei machen nun Parteien aus der gesamten Kette mit. Nicht nur Verpacker und Abfallverwerter, sondern auch alle großen Supermärkte, McDonald's, Starbucks und die Niederländische Bahn. Der große Mehrwert des Plastic Pact liegt darin, dass wir diese Parteien miteinander verbinden.
Das gilt auch für die Zierpflanzenbranche. Die Züchter sind ein Glied in einer ganzen Kette. Es ist schwer, allein etwas zu erreichen. Aber wenn Sie mit anderen Beteiligten zusammenarbeiten und Absprachen treffen, kann das gelingen. Wir gehen immer sparsamer und intelligenter mit unseren Rohstoffen um. Gemeinsam legen wir das Fundament für eine lückenlose Kreislaufwirtschaft. So arbeiten wir alle gemeinsam an einer blühenden Zukunft!"

Wie sieht es mit den Produktverpackungen aus, die wir in der Zierpflanzenbranche nutzen? Was bedeuten die Zielsetzungen des Plastic Pact beispielsweise für Blumenfolien und Pflanzentöpfe? Royal FloraHolland untersucht dies, gemeinsam mit den Nutzern. Werden alle eingesetzten Produktverpackungen wirklich benötigt? Und wenn ja, können wir uns dann als Branche darauf verständigen, nur noch Materialien einzusetzen, die vollständig recycelbar sind? Dann können wir bald auch das Ziel von 100%ig wiederverwendbaren Materialien erfüllen.

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